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— Privat: Audio —

Tonjägerei und Klangskulpturen

Ich konnte mich bereits früh für Radios begeistern – meine technische Seite – weshalb ich mich auch für das Erlernen eines entsprechenden Berufes entschieden hatte. Wir hatten zu Hause ein Gerät, welches Klänge auf magnetischen Stahldraht aufnahm und natürlich ein Mikrofon dazu. Damit hatte ich einen Riesenspaß und als ich später etwas verdiente, erwarb ich mir Spulentonbandgeräte und portable Cassettengeräte, Mikrofone, baute mir ein 24 Kanal Mischpult …

Mixer

… und Filter für den analogen spannungsgesteuerten Musiksynthesizer, kaufte mir ein Echo-Hall Gerät (mit Endlostonband), Flanger (Kammfilter, mit BBD) und baute mir damit ein kleines Tonstudio auf.

Studio

Damit sammelte ich Geräusche, machte Hörspiele mit den Stimmen anderer Tonjäger, versuchte etwas Musik zu machen und nutzte den Synthesizer hauptsächlich dazu, Klänge zu synthetisieren und diese zu einem Ganzen zusammenzustellen. Das nannte ich Klangskulpturen. Ich begann intensiv mit der Kunstkopfstereofonie zu experimentieren und interessierte mich dafür, wie der Mensch Klänge wahrnimmt. So wie das Auge mit Vexierbilder getäuscht werden kann, kann man auch das Ohr täuschen.

VCEMS

Ich hatte etwas Erfolg bei Wettbewerben und kam so zu einem Cassettengerät, CD Player, Mikrofonen, Tonbandspulen, Kopfhörern und dergleichen. Ich war viele Jahre aktives Mitglied – auch im Vorstand – beim Cassettentonbandclub und dem Tonjägerverband. Ich war auch für einige Jahre aktives Mitglied beim Deutschen Arbeitskreis Musikelektronik e.V. und betreute die Mitglieder aus der Schweiz.

Als die Digitalisierung in der Audiobranche aufkam, fehlte mir das Geld um aufzurüsten – man heiratete und es gesellten sich bald eine, dann eine zweite Tochter hinzu – zudem kam etwas Neues, das mich ungemein faszinierte. Was heute von der Tonjägerei übrig geblieben ist, ist die Korrespondenz auf Rundbändern. Eine sehr empfehlenswerte Beschäftigung um Fremdsprachen zu vertiefen!

Kostproben

Hier sind einige Kostproben meiner Klangskulturen als MP3 Podcasts verfügbar. Das Bild zeigt die Skizze zur «Komposition» Encounter. Für jeden Klang wurden Schemata gezeichnet wie die Elemente des Synthesizers verkabelt und auf welche Werte die Parameter eingestellt werden müssen. Weiter wurden Regieanweisungen für den Einsatz der Effektgeräte und die Mischpulteinstellungen zu jedem Zeitpunkt erstellt.

Szene (in Südgrönland), ca. 1978, ca. 4 Min, 2.9 MB.

Zug Abfahrt, ca. 1978, ca. 2 Min, 2.3 MB.

Zug Durchfahrt, ca. 1978, ca. 1 Min, 1.4 MB.

Erdgeister, September 1979, ca. 17 Min, 12.5 MB.

Encounter (Begegnung), März 1981, ca. 12 Min, 9.3 MB.

Environment (Umgebung), Juni 1981, ca. 11 Min, 10.3 MB.

Partitur  

Hinweis: Die Klangskulpturen wurden für das Hören mit Stereokopfhörern optimiert.

Der Synthesizer wurde vor einigen Jahren verschenkt, schließlich kan man mit dem Computer auch Musik machen, wenn man sich dafür Zeit nimmt.

Ton- und Musikarchiv

Anstatt von meinen Reisen durch Europa Fotos heimzubringen, brachte ich Geräusche mit. Diese stellte ich zu Ferien-Hörspielen zusammen. Auch sammelte ich viele Hörspiele, welche ich in meiner Abwesenheit mit Hilfe einer Schaltuhr aufnahm. Dadurch hat sich eine umfangreiche Sammlung von Cassetten und Spulen angesammelt.

Da ich in jener Zeit sehr stark auf das Ohr konzentriert war, hörte ich auch viel Musik und erwarb mir viele Schallplatten. Es gibt nur wenige Stilrichtungen, die mir nicht gefallen, Arien in Opern gehören dazu, auch kann ich wenig mit der heutigen minimalistischen Popmusik anfangen. Den Zugang zum Modern Jazz habe ich nie gefunden.

Im klassischen Bereich sind die ersten beiden Namen Beethoven und Bach, in der Unterhaltungsmusik Chuck Berry und die Rolling Stones – und als Kontrast Vienna Teng. Beim Arbeiten zu Hause werde ich durch Rock sehr angeregt, das Klassische dient der Entspannung und schafft den Ausgleich.

Archiv
 
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