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— Privat: Internet —

BBS

Auch wenn es zunehmend schwieriger wird sich vorzustellen, dass es eine Zeit vor dem Internet gab – es gab sie wirklich, die Zeit. Als ich online ging, war ich stolzer Besitzer eines 2400 b/s Modems, mit welchem ich mich auf verschiedene Telefonnummern einwählen und eine BBS erreichen konnte. Die Bulletin Board Systems hießen hierzulande Mailboxen. Einige BBS boten auch tatsächlich einen E-Mail Dienst an, sogar Foren, aber da machte ich nicht mit. In den Mailboxen suchte man nach Treibern für den PC-DOS-Computer und natürlich kostenlosen Programmen. Als Client benötigte man ein Terminalprogramm, welches man oft teuer kaufen musste. Später gehörte Hyperterminal zum Betriebsystem.

Nachdem ich ein 9600 b/s Wählmodem hatte, benutzte ich die Mailboxen häufiger. Da alle Mailboxen weit entfernt waren, hatte ich den teuren Ferntarif zu bezahlen. Telefonrechnungen waren gefürchtet. Ich erwarb mir eine Heimtelefonanlage mit einem Amtanschluss und fünf Nebenstellen direkt beim Hersteller in Deutschland. Schwer verboten in der Schweiz und für mich als PTT Beamten eine sehr risikoreiche Investition. Ich besorgte mir ein weiteres Wählmodem und baute mir eine eigene Mailbox auf. Schließlich brachte ich ein Wildcat Bulletin Board System zum Laufen. Mit einem Computer wählte ich mich über die Haustelefonzentrale in den anderen ein, meine Heim-Mailbox war sogar vom Mac Plus meiner Frau erreichbar. Als ich schließlich begriff, wie das alles zu konfigurieren und zu betreiben war, war das World Wide Web geboren und die Mailboxen am Aussterben.

WWW

Noch im selben Jahr, in welchem in der Schweiz der Zugang zum Internet angeboten wurde, meldete ich mich an. Mein neues 14'400 b/s Modem war rasend schnell. Ich begann etwas spät damit, mich mit den Mailboxen auseinander zu setzen und das sollte mir mit dem Internet nicht nochmals passieren. Mit dem mit Netscape 2 gelieferten Composer erstellte ich Webseiten für den Eigengebrauch, später hatte ich den Netscape Gold.

Ein Projekt aus jener Zeit ist Universe. Aus einer Perl Datenbank unter CP/M programmierte ich ein hierarchisches Datenbanksystem unter DOS, welches ich zuerst für Windows 3.1 umprogrammierte, dann in HTML konvertierte. Ein anderes Projekt war NGC. Um ein Konversionsprogramm schreiben zu können, musste ich HTML verstehen und seit ich diese Auszeichnungssprache verstanden habe, benutzte ich keine Webtools mehr und schreibe die Seiten mit einem Texteditor.

Mein erster Platz im Internet hatte ich bei Xoom.com, die später von NBC aufgekauft wurde und die paar Megabytes Platz wurden kostenpflichtig. Meinen nächsten kostenlosen Platz fand ich bei Netscape: mywebpage.netscape.com/hwernli/ diese ist seit 1. März 2008 abgeschaltet, Netscape stellt keinen Webspace mehr zur Verfügung. Diese Site diente hauptsächlich als Speicherplatz für Bilder und Dateien, die ich auf Anfragen hin zur Verfügung stellte. Die Hauptseite entsprach meiner alten Website horo.homepage.bluewin.ch und war mit der englischen Version verlinkt. Meine alte, ebenfalls kostenlos gehostete Site war mit der deutschen Version dieser Site verlinkt.

Webserver

Seit ich mit dieser Site meinen eigenen URI habe sind die Hosting-Probleme gelöst und ich kann mich mit anderen Webprojekten auseinander setzen. Seit 2005 betreibe ich zusätzlich einen eigenen Webserver: horo.dyndns.org. Als HTTP Daemon ist der kostenlose Xitami von iMatix im Einsatz. Nicht sonderlich stabil, sagt auch iMatix, aber als Experiment genügend. Ich setze ihn hauptsächlich für Privates ein, nur wenige Seiten sind öffentlich.

Es lief ein 4images Galerie System für einige Zeit von www.4homepages.de mit einer Vorlage von Bali Web Design www.vierstra.com. 4Images wurde für MySQL 3 und PHP 4 entwickelt. Die Herausforderung war, das System mit MySQL 4 und PHP 5 zum Laufen zu bringen.

Weiter habe ich mir ein einfaches aber leistungsfähiges Wiki eingerichtet: DokuWiki, welches ohne MySQL auskommt wiki.splitbrain.org/wiki:dokuwiki. Dies ist sehr praktisch, weil damit genügend Gefäße vorhanden sind, um Informationen und Bruchstücke solcher abzulegen. Und das kann jederzeit von überall her geschehen.

Zusätzlich lief noch CygWin, eine Redhat Linux Distribution, welche auf Windows aufgesetzt werden kann. Damit – und mit den gestarteten Prozessen – war es möglich, eine gesicherte Verbindung mit diesem Computer aufzunehmen. Es war interessant, einmal so etwas einzurichten.

Webprojekte

Nebst meinen eigenen Webprojekten arbeitete ich auch an anderen. Die erste Version des Webauftritts der Gewerkschaft wurde professionell erstellt. Als sich diese mit anderen Verbänden zusammenschloss, baute ich eine neue Site auf und unterbreitete diese als Vorschlag. Der Vorschlag wurde angenommen, ich war entsetzt. Ich begann von Neuem und stellte diese Variante ins Netz. Für den nächsten Umbau wurde eine Designerin hinzugezogen. Die Site wurde auf dem Papier gestaltet und ich setzte diese dann um. Das Resultat war sehr ansprechend und für mich sehr interessant, weil ich viel Neues dazulernen musste. Ich betreute die Site bis Mitte 2006.

Den Webauftritt der Astronomischen Gesellschaft Oberwallis AGO baute ich im Anschluss an einen dreitägigen Webmaster Kurs in einem Unterverzeichnis meiner Xoom Site auf, um meine Kenntnisse zu vertiefen. Später kopierte ich sie als Subdomain auf den Server der astro!nfo. 2004 baute ich die Website in einem moderneren Design neu auf. Für die Société d'astronomie du Valais Romand SAVAR baute ich im Jahre 2000 die Website auf. Die Website www.susten.ch betrieb ich mit einem Kollegen während mehrerer Jahre. Wir gaben den lokalen Vereinen eine kostenlose Webpräsenz und dem lokalen Kleingewerbe die Möglichkeit, zu sehr vorteilhaften Konditionen einen Versuchsballon zu starten. Die Site wurde per Ende 2005 eingestellt. Vereine und Gewerbe haben in der Zwischenzeit alle ihren eigenen Webauftritt.

 
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